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Steuererstattung 2026

10 Jahre3,65%
15 Jahre3,76%
Stand: 11.04.2026 | Quelle: Interhyp

026 – Wer bekommt wie viel zurück?

Im Durchschnitt erstattet das Finanzamt deutschen Steuerzahlern über 1.000 EUR pro Jahr. Wer eine Steuererklärung abgibt, bekommt im Schnitt 1.095 EUR zurück. Für Arbeitnehmer lohnt sich die Abgabe fast immer – und viele Abzüge werden zu wenig genutzt.

✓ Zuletzt aktualisiert: April 2026

026 – Durchschnittswerte

Gruppe Durchschnittliche Erstattung Abgabepflicht
Alle Steuerzahler (Ø) 1.095 EUR/Jahr Freiwillig oder Pflicht
Arbeitnehmer mit Homeoffice +200–500 EUR extra Freiwillig
Pendler (über 20 km) +300–800 EUR extra Freiwillig
Handwerkerleistungen §35a bis 1.200 EUR Steuerermäßigung Freiwillig
Ehepaar mit III/V-Kombination Oft Nachzahlung! Steuerklasse IV/IV prüfen Pflicht

026

Abzugsposten Max. Betrag / Jahr Anlage
Pendlerpauschale (ab 1 km) 0,30 / 0,38 EUR je km, max. 4.500 EUR N
Homeoffice-Pauschale 6 EUR/Tag, max. 1.260 EUR (210 Tage) N
Arbeitsmittel (Laptop, Schreibtisch) Tatsächliche Kosten N
Gewerkschaftsbeiträge Tatsächliche Kosten N
Fortbildungskosten Tatsächliche Kosten N
Handwerkerleistungen (§ 35a) 20 % von max. 6.000 EUR = 1.200 EUR Haushaltsnahe Leistungen
Haushaltsnahe Dienstleistungen 20 % von max. 4.000 EUR = 800 EUR Haushaltsnahe Leistungen
Krankheitskosten (außergew. Belastung) Über Zumutbarkeitsgrenze Außergewöhnliche Belastungen
Spenden bis 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte Sonderausgaben
Vorsorgeaufwendungen bis 29.344 EUR (Rürup, DRV, etc.) Vorsorgeaufwendungen
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Monatliche Rate ---
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Zins 3,65 % (10J) | Annuitätendarlehen

Wann kommt die Steuererstattung?

  • Pflichtveranlagung: Abgabe bis 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater: 28. Februar übernächstes Jahr)
  • Freiwillige Abgabe: Bis zu 4 Jahre rückwirkend möglich (2026: Erstattungen für 2021–2024)
  • Bearbeitungszeit: 6–8 Wochen nach Abgabe per ELSTER, bis 3 Monate bei Papierformular
  • Zinsen: Ab 15 Monate nach Ende des Veranlagungsjahres: 1,8 % p.a. Erstattungszinsen
Zinsentwicklung 12 Monate Verlauf →
Aktuell (10J)
3,65%
12M Tief
3,38%
12M Hoch
3,65%
12M Schnitt
3,52%
Trend (1J)
+0,21%

Steuererklärung selbst machen – Kosten sparen

Tool Kosten Für wen geeignet
ELSTER (offiziell, kostenlos) 0 EUR Alle – aber kein Unterstützungsassistent
WISO Steuer / Tax ca. 30–50 EUR/Jahr Arbeitnehmer mit Standardfällen
Lohnsteuerhilfeverein ca. 150–250 EUR/Jahr Arbeitnehmer (kein Gewerbe, keine Vermietung)
Steuerberater ab 150 EUR Selbstständige, komplexe Fälle
Podcast
Investor
Beratung

FAQ – Steuererstattung

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Warum die Steuererklärung sich lohnt

Viele Steuerzahler verschenken bares Geld, weil sie keine Steuererklärung abgeben. Im Durchschnitt erstattet das Finanzamt rund 1.063 EUR pro Jahr zurück – bei Arbeitnehmern mit Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen oft deutlich mehr. Die Abgabe ist freiwillig, wenn kein Pflichtfall vorliegt – aber fast immer lohnenswert.

Besonders wer Werbungskosten über dem Pauschbetrag von 1.230 EUR hat (Homeoffice, Fahrtkosten, Arbeitsmittel), sollte die Steuererklärung als Pflichtprogramm betrachten. Auch Kirchensteuer, Spenden, Handwerkerleistungen und haushaltsnahe Dienstleistungen reduzieren die Steuerlast erheblich.

Häufige Fehler bei der Steuererklärung vermeiden

Einer der häufigsten Fehler ist das Vergessen absetzfähiger Ausgaben. Dazu gehören: Berufskleidung (wenn nicht privat tragbar), Fortbildungen, Fachliteratur und Gewerkschaftsbeiträge. Ein weiterer Klassiker ist die fehlerhafte Angabe von Arbeitstagen oder Entfernungskilometern für die Pendlerpauschale.

Wer Belege aufhebt und strukturiert einreicht – ob über ELSTER oder Steuer-Software – vermeidet Rückfragen und beschleunigt die Bearbeitung. Das Finanzamt hat vier Jahre Zeit, um Bescheide zu ändern, daher lohnt es sich auch, Einsprüche gegen fehlerhafte Bescheide zu prüfen.

Steuerklassen und ihre Auswirkungen auf den Nettolohn

Die richtige Steuerklasse hat direkte Auswirkungen auf den monatlichen Nettolohn. Verheiratete können durch Wechsel zu Steuerklasse 3/5 oder 4/4 mit Faktor den Steuervorteile optimieren. Besonders vor Elternzeit ist die Wahl der Steuerklasse entscheidend, da Elterngeld, Krankengeld und Arbeitslosengeld 1 auf Basis des Nettogehalts berechnet werden.

steuererstattung absetzen – Infografik
Steuererstattung absetzen – Infografik

Selbstständige und Freiberufler profitieren von Betriebsausgaben-Abzügen, dem Gewerbesteuer-Freibetrag von 24.500 EUR und können durch Investitionsabzugsbeträge (IAB) zukünftige Investitionen steuerlich vorwegnehmen. Die Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist für kleine Selbstständige die einfachste Form der Gewinnermittlung.

Weiterführende Informationen: Bundesministerium der Finanzen

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