Rentenpunkte 2026: Entgeltpunkte kaufen und Rente aufbessern
026: Entgeltpunkte kaufen und Rente aufbessern
Rentenpunkte — offiziell Entgeltpunkte — sind die Grundlage der gesetzlichen Rentenberechnung. Für jedes Jahr, in dem man genau das Durchschnittseinkommen verdient hat, gibt es einen Entgeltpunkt. 2026 ist ein Entgeltpunkt 39,32 Euro pro Monat wert (West). Wer mehr als das Durchschnittseinkommen verdient, bekommt mehr als einen Punkt pro Jahr. Besonders wichtig: Rentenpunkte können in bestimmten Situationen auch freiwillig zugekauft werden.
✓ Zuletzt aktualisiert: April 2026
Wie Entgeltpunkte berechnet werden
| Situation | Entgeltpunkte pro Jahr (ca.) |
|---|---|
| Durchschnittseinkommen (2026: ca. 45.358 EUR brutto) | 1,0 Punkte |
| Halbzeit-Einkommen (50 % des Durchschnitts) | 0,5 Punkte |
| Doppeltes Durchschnittseinkommen | 2,0 Punkte |
| Kindererziehungszeit (Kind bis 3 Jahre) | max. 3 × 1,0 Punkte (3 Jahre) |
| Pflegezeit (nicht-erwerbsmäßige Pflege) | bis 1,0 Punkt je nach Aufwand |
| Freiwillige Beiträge | je nach Einzahlung berechnet |
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| Merkmal | Details |
|---|---|
| Wann möglich | Ab 50 Jahren oder bei Ausgleich von Rentenabzügen wegen Vorzeitigkeit |
| Kosten pro Entgeltpunkt (West 2026) | ca. 8.700 – 9.000 EUR je nach Alter |
| Monatliche Rentenerhöhung pro Punkt | 39,32 EUR (West) / 38,84 EUR (Ost) |
| Steuerliche Absetzbarkeit | bis 29.344 EUR/Jahr als Sonderausgaben (2026) |
| Break-even-Dauer | ca. 18 – 22 Jahre (je nach Steuersatz) |
Das Nachzahlen von Rentenpunkten ist besonders interessant für Personen, die früher in Rente gehen möchten (Abzüge ausgleichen) oder die ihre gesetzliche Rente als einzige Altersvorsorge haben. Die Einzahlungen können voll als Sonderausgaben in der Steuererklärung abgesetzt werden.
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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen im Überblick

Das deutsche Rentensystem beruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge (bAV) und private Vorsorge (Riester, Rürup, ETFs, Immobilien). Experten empfehlen, alle drei zu nutzen – die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
Die Rentenlücke – die Differenz zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente – beträgt durchschnittlich 40–50 % des letzten Nettoeinkommens. Bei einem Nettogehalt von 2.500 EUR ergibt das eine monatliche Lücke von 1.000–1.250 EUR im Rentenalter. Diese Lücke muss durch eigene Ersparnisse oder andere Vorsorgeformen geschlossen werden.
Riester vs. Rürup vs. ETF: Was ist besser?
Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit Kindern (Zulagen 185 EUR Grundzulage + 300 EUR je Kind) und Niedrigverdiener. Für Selbstständige und Gutverdiener ist die Rürup-Rente steuerlich attraktiver (Beiträge bis 27.566 EUR absetzbar). ETF-Sparpläne bieten die höchste Flexibilität und historisch die beste Rendite – ohne staatliche Förderung, aber auch ohne Einschränkungen bei Auszahlung.
Betriebliche Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer fast immer empfehlenswert: Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben, der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % dazu. Ab einer Beitragsdauer von 15+ Jahren und in mittleren Einkommensklassen ist die bAV kaum zu schlagen.
Weiterführende Informationen: Deutsche Rentenversicherung


