Grundrente 2026: Wer hat Anspruch und wie viel gibt es
026: Wer hat Anspruch und wie viel gibt es?
Die Grundrente wurde 2021 eingeführt und soll Geringverdiener besser stellen, die jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Wer mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten aufweist und dabei unter dem Durchschnittseinkommen lag, erhält einen automatischen Zuschlag auf die gesetzliche Rente. Der maximale Grundrentenzuschlag liegt 2026 bei etwa 420 Euro monatlich — die meisten Empfänger erhalten deutlich weniger.
✓ Zuletzt aktualisiert: April 2026
Grundrente: Voraussetzungen und Berechnung
| Kriterium | Mindest-Schwelle | Volle Grundrente |
|---|---|---|
| Grundrentenzeiten | 33 Jahre | 35 Jahre (voller Zuschlag) |
| Durchschnittliches Einkommen | unter 80 % des Durchschnittseinkommens | 30 – 80 % für maximalen Effekt |
| Berechnungsgrundlage | Hochrechnung auf 80 % des Durchschnitts | 50 % davon als Zuschlag |
| Einkommensanrechnung | Einkommen über 1.250 EUR (ledig) angerechnet | Partnerprüfung bis 1.850 EUR |
| Antrag nötig? | Nein — automatische Prüfung durch DRV | automatisch seit 2021 |
Grundrentenzeiten: Was zählt mit?
| Zählt als Grundrentenzeit | Zählt nicht |
|---|---|
| Pflichtbeitragszeiten aus Arbeit | Zeiten mit zu hohem Einkommen (über 80 % Durchschnitt) |
| Kindererziehungszeiten (bis zu 3 Jahre je Kind) | Freiwillige Beitragszeiten |
| Pflegezeiten (nicht-erwerbsmäßig) | Ersatzzeiten (z.B. Kriegsdienst) |
| Berücksichtigungszeiten Kindererziehung | Zeiten ohne Versicherungsnachweis |
Wer bekommt die Grundrente?
Besonders profitieren typischerweise: Frauen, die jahrzehntelang in Teilzeit gearbeitet haben, Pflegepersonen, Personen in Ostdeutschland durch niedrige Löhne in der DDR, und Menschen, die lange in der Pflege oder sozialen Berufen tätig waren. Die Deutsche Rentenversicherung prüft den Anspruch automatisch — alle Rentenempfänger ab 2021 wurden überprüft und erhalten bei Anspruch den Zuschlag ohne Eigeninitiative.
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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen im Überblick

Das deutsche Rentensystem beruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge (bAV) und private Vorsorge (Riester, Rürup, ETFs, Immobilien). Experten empfehlen, alle drei zu nutzen – die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
Die Rentenlücke – die Differenz zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente – beträgt durchschnittlich 40–50 % des letzten Nettoeinkommens. Bei einem Nettogehalt von 2.500 EUR ergibt das eine monatliche Lücke von 1.000–1.250 EUR im Rentenalter. Diese Lücke muss durch eigene Ersparnisse oder andere Vorsorgeformen geschlossen werden.
Riester vs. Rürup vs. ETF: Was ist besser?
Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit Kindern (Zulagen 185 EUR Grundzulage + 300 EUR je Kind) und Niedrigverdiener. Für Selbstständige und Gutverdiener ist die Rürup-Rente steuerlich attraktiver (Beiträge bis 27.566 EUR absetzbar). ETF-Sparpläne bieten die höchste Flexibilität und historisch die beste Rendite – ohne staatliche Förderung, aber auch ohne Einschränkungen bei Auszahlung.
Betriebliche Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer fast immer empfehlenswert: Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben, der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % dazu. Ab einer Beitragsdauer von 15+ Jahren und in mittleren Einkommensklassen ist die bAV kaum zu schlagen.
Weiterführende Informationen: Deutsche Rentenversicherung

