Ehegattensplitting 2026: So viel Steuern sparen Ehepaare
026: So viel Steuern sparen Ehepaare
Das Ehegattensplitting ist ein Steuervorteil für Verheiratete: Das gemeinsame Einkommen beider Partner wird addiert, halbiert und dann zweimal versteuert. Da der Steuertarif progressiv ist — höhere Einkommen werden stärker besteuert — spart ein Ehepaar mit unterschiedlichen Einkommen erheblich. Je größer der Unterschied, desto höher der Splitting-Vorteil. Ehepaare können auch Zusammenveranlagung wählen und vom günstigeren Steuertarif profitieren.
Splitting-Vorteil: Berechnung mit Beispielen
| Bruttoeinkommen Paar | Aufteilung | Steuer ohne Splitting | Steuer mit Splitting | Ersparnis/Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 80.000 EUR | 80.000 / 0 EUR | ca. 20.200 EUR | ca. 13.600 EUR | ca. 6.600 EUR |
| 80.000 EUR | 60.000 / 20.000 EUR | ca. 19.400 EUR | ca. 13.600 EUR | ca. 5.800 EUR |
| 80.000 EUR | 50.000 / 30.000 EUR | ca. 18.000 EUR | ca. 13.600 EUR | ca. 4.400 EUR |
| 80.000 EUR | 40.000 / 40.000 EUR | ca. 14.200 EUR | ca. 13.600 EUR | ca. 600 EUR |
| 120.000 EUR | 120.000 / 0 EUR | ca. 37.200 EUR | ca. 24.400 EUR | ca. 12.800 EUR |
Ehegattensplitting vs. Einzelveranlagung: Wann was besser ist
| Situation | Besser | Begründung |
|---|---|---|
| Sehr unterschiedliche Einkommen | Zusammenveranlagung | Maximaler Splitting-Vorteil |
| Ein Partner ohne Einkommen | Zusammenveranlagung | Grundfreibetrag des Partners mitgenutzt |
| Beide verdienen ähnlich | Beide Varianten ähnlich | Kein großer Splittingeffekt |
| Ein Partner mit hohen Verlusten | Einzelveranlagung prüfen | Verluste nicht auf Partner übertragen |
| Progressionsvorbehalt-Einkünfte | Einzelveranlagung prüfen | Elterngeld erhöht sonst Partnersteuersatz |
Was ändert sich bei Ehe und Scheidung?
Mit der Heirat wechseln beide Partner automatisch in Steuerklasse IV. Das Splitting greift im Jahr der Heirat bereits für das gesamte Jahr — auch wenn die Hochzeit im Dezember war. Bei Scheidung entfällt das Splitting ab dem Jahr nach der Trennung. Im Trennungsjahr selbst kann noch die günstige Zusammenveranlagung in Anspruch genommen werden. Eingetragene Lebenspartnerschaften haben seit 2013 die gleichen steuerlichen Rechte wie Ehen.
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Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.

Weiterführende Informationen: Bundesministerium der Finanzen


