Rentenalter 2026: Wann kann ich in Rente gehen
026: Wann kann ich in Rente gehen?
Die Regelaltersgrenze liegt seit 2031 bei 67 Jahren. Doch wer früher oder später in Rente geht, erhält entsprechend Abschläge oder Zuschläge. Wer die Regeln kennt, kann seinen Renteneinstieg optimal planen.
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Rentenalter nach Geburtsjahrgang
| Geburtsjahrgang | Regelaltersgrenze | Früheste Rente (mit Abschlägen) |
|---|---|---|
| 1952 und früher | 65 Jahre | 63 Jahre (Abschlag 7,2 %) |
| 1955 | 65 Jahre + 3 Monate | 63 Jahre |
| 1958 | 65 Jahre + 6 Monate | 63 Jahre |
| 1961 | 65 Jahre + 9 Monate | 63 Jahre |
| 1964 und später | 67 Jahre | 63 Jahre (Abschlag 14,4 %) |
Abschläge bei Frühverrentung
Wer vor der Regelaltersgrenze in Rente geht, muss für jeden Monat des Vorziehens 0,3 % Rentenkürzung hinnehmen — dauerhaft, lebenslang.
Rechenbeispiel Jahrgang 1964:
- Regelalter: 67 Jahre
- Gewünschter Renteneintritt: 63 Jahre → 48 Monate vorzeitig
- Abschlag: 48 × 0,3 % = 14,4 %
- Rente ohne Abschlag: 1.500 EUR/Mo
- Rente mit Abschlag: 1.500 EUR × (1 – 0,144) = 1.284 EUR/Mo dauerhaft
Abschläge ausgleichen — Sonderzahlungen
Ab dem 50. Lebensjahr können freiwillige Beiträge zur Ausgleichung geplanter Abschläge eingezahlt werden. Die Deutsche Rentenversicherung stellt eine Auskunft bereit (Formular V0210).
Vorteil: Sonderzahlung ist als Sonderausgabe steuerlich abzugsfähig (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG).
Zuschläge bei Spätverrentung
Wer nach der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, erhält pro Monat 0,5 % Rentenzuschlag — ebenfalls dauerhaft.
| Aufschub | Rentenzuschlag | Beispiel auf 1.500 EUR/Mo |
|---|---|---|
| 6 Monate | 3,0 % | 1.545 EUR/Mo |
| 12 Monate | 6,0 % | 1.590 EUR/Mo |
| 24 Monate | 12,0 % | 1.680 EUR/Mo |
| 36 Monate | 18,0 % | 1.770 EUR/Mo |
Besondere Altersrenten — wer kann früher?
| Rentenart | Möglichstes Alter | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Rente mit 63 (abschlagsfrei) | 63 Jahre | 45 Beitragsjahre |
| Schwerbehinderte | 60-62 Jahre | GdB 50+, 35 Versicherungsjahre |
| Frauen-Altersrente | 60 Jahre | Nur Geburtsjahrgänge bis 1951 |
| Langjährig Versicherte | 63-65 Jahre (mit Abschlägen) | 35 Versicherungsjahre |
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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen im Überblick
Das deutsche Rentensystem beruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge (bAV) und private Vorsorge (Riester, Rürup, ETFs, Immobilien). Experten empfehlen, alle drei zu nutzen – die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.

Die Rentenlücke – die Differenz zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente – beträgt durchschnittlich 40–50 % des letzten Nettoeinkommens. Bei einem Nettogehalt von 2.500 EUR ergibt das eine monatliche Lücke von 1.000–1.250 EUR im Rentenalter. Diese Lücke muss durch eigene Ersparnisse oder andere Vorsorgeformen geschlossen werden.
Riester vs. Rürup vs. ETF: Was ist besser?
Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit Kindern (Zulagen 185 EUR Grundzulage + 300 EUR je Kind) und Niedrigverdiener. Für Selbstständige und Gutverdiener ist die Rürup-Rente steuerlich attraktiver (Beiträge bis 27.566 EUR absetzbar). ETF-Sparpläne bieten die höchste Flexibilität und historisch die beste Rendite – ohne staatliche Förderung, aber auch ohne Einschränkungen bei Auszahlung.
Betriebliche Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer fast immer empfehlenswert: Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben, der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % dazu. Ab einer Beitragsdauer von 15+ Jahren und in mittleren Einkommensklassen ist die bAV kaum zu schlagen.
Weiterführende Informationen: Deutsche Rentenversicherung

