Altersvorsorge Selbstständige 2026: Rürup, ETF und BU
026 — die besten Strategien
Selbstständige haben keine automatische Betriebsrente und oft keine gesetzliche Rentenversicherung. Das macht private Altersvorsorge zur Pflichtaufgabe — nicht zur Kür. Wer früh anfängt und die richtigen Produkte wählt, kann im Alter gut abgesichert sein.
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Das Problem: Keine automatische Absicherung
- Keine automatische gesetzliche Rente (außer bei Pflichtversicherung § 2 SGB VI)
- Keine betriebliche Altersvorsorge
- Keine Lohnfortzahlung bei Krankheit nach 6 Wochen
- Kein Kurzarbeitergeld
Ergebnis: Selbstständige müssen Rente, Krankheit, Berufsunfähigkeit und Pflegebedarf vollständig selbst finanzieren.
Die 5 besten Altersvorsorge-Strategien für Selbstständige
| Strategie | Steuerlicher Vorteil | Flexibilität | |
|---|---|---|---|
| Rürup-Rente (Basisrente) | 100 % absetzbar als SA | 29.344 EUR/Jahr | niedrig (kein Kapitalzugriff) |
| ETF-Sparplan | Nur Kapitalertragsteuer 26,375 % | unbegrenzt | sehr hoch |
| Freiwillige gesetzl. RV | Sonderausgaben | 88,2 % von BBG | mittel (feste Rente) |
| Private Rentenversicherung | § 22 EStG Ertragsanteil | unbegrenzt | mittel |
| Vermietung/Immobilien | AfA, Schuldzinsen | — | niedrig bis mittel |
Rürup-Rente — der Steuerhebel
Die Rürup-Rente (Basisrente) ist für Selbstständige mit hohem Einkommen die attraktivste steuerliche Option: Bis zu 29.344 EUR pro Jahr (2026) sind zu 100 % als Sonderausgaben absetzbar.
Rechenbeispiel Rürup:
- Jahresgewinn: 80.000 EUR
- Rürup-Beitrag: 20.000 EUR
- Steuerersparnis (ca. 42 %): ~8.400 EUR
- Effektiver Eigenbeitrag: 11.600 EUR für 20.000 EUR Altersvorsorge
Nachteil: Das Kapital ist nicht vererbbar und kann nicht vorzeitig ausgezahlt werden.
ETF-Sparplan als freie Altersvorsorge
Für flexible Selbstständige ist ein ETF-Sparplan oft die beste Ergänzung oder Alternative. Vorteile: jederzeit verfügbar, günstige Kosten, historisch 6-8 % Rendite p.a. (MSCI World).
| Monatlicher ETF-Beitrag | Nach 20 Jahren (6 % p.a.) | Nach 30 Jahren |
|---|---|---|
| 300 EUR/Mo | 139.000 EUR | 302.000 EUR |
| 500 EUR/Mo | 232.000 EUR | 503.000 EUR |
| 1.000 EUR/Mo | 464.000 EUR | 1.006.000 EUR |
Wichtig: Berufsunfähigkeit absichern
Für Selbstständige ist die BU-Versicherung besonders wichtig: Kein Krankengeld nach 6 Wochen, keine Erwerbsminderungsrente (oft keine 5 Pflichtbeitragsjahre in 5 Jahren). Monatliche Kosten: 80-300 EUR je nach Beruf und Alter.
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Kapitalanlage 2026: Grundregeln für Anfänger und Profis
Eine erfolgreiche Kapitalanlage basiert auf drei Grundpfeilern: Diversifikation (nie alles auf eine Karte setzen), Anlagehorizont (langfristig investieren für Aktien/ETFs) und Risikotoleranz (nur investieren, was man im Notfall nicht sofort braucht). Wer diese Regeln beachtet, vermeidet die häufigsten Anfängerfehler.

Ein bewährtes Framework: 3–6 Monatsgehälter als Notfallreserve auf Tagesgeld halten. Den Rest je nach Horizont aufteilen: kurzfristig (1–3 Jahre) in Festgeld, langfristig (10+ Jahre) in breit gestreute ETFs wie den MSCI World. So entsteht ein Portfolio, das Sicherheit und Rendite balanciert.
ETFs: Die beliebteste Anlageform für private Investoren
Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Index wie den MSCI World oder DAX abbilden. Sie sind kostengünstig (TER unter 0,3 % p.a.), breit diversifiziert (MSCI World: 1.600+ Unternehmen aus 23 Ländern) und transparent. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds schlagen sie langfristig 80–90 % aller professionellen Fondsmanager.
Für Einsteiger empfiehlt sich ein ETF-Sparplan auf den MSCI World oder FTSE All World ab 25 EUR/Monat. Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder Comdirect bieten günstige Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag. Die Sparrate kann jederzeit angepasst oder pausiert werden.
Steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen
Kapitalerträge (Dividenden, Zinsen, Kursgewinne) unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (Singles) bzw. 2.000 EUR (Ehepaare) ist steuerfrei. Ein Freistellungsauftrag bei der Bank stellt sicher, dass diese Freibeträge automatisch berücksichtigt werden.
Weiterführende Informationen: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)


