Rürup-Rente 2026: Basisrente für Selbstständige und Gutverdiener
026: Die Basisrente für Selbstständige
Die Rürup-Rente (auch Basisrente) wurde 2005 eingeführt und richtet sich vor allem an Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener, die nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Der Hauptvorteil: Sehr hohe Steuervorteile in der Einzahlungsphase.
026
| Merkmal | |
|---|---|
| Steuerlich abziehbarer Anteil | 100 % (seit 2023 vollständig absetzbar) |
| Maximaler Jahresbeitrag (ledig) | 29.344 € (2026) |
| Maximaler Jahresbeitrag (verheiratet) | 58.688 € (2026) |
| Deckungsgleich mit GRV-Beiträgen | Ja — eigene GRV-Beiträge reduzieren den Rürup-Höchstbetrag |
| Besteuerung im Alter | Nachgelagert: 100 % steuerpflichtig (seit 2040) |
| Rentenbeginn | Frühestens mit 62 Jahren |
| Kapitalisierung | Nicht möglich (nur als lebenslange Rente) |
| Vererbbar / Übertragbar | Nein (außer bei Hinterbliebenenrente im Vertrag) |
Rürup-Rente: Steuervorteil in konkreten Zahlen
| Jahreseinkommen | Grenzsteuersatz | Rürup-Beitrag p.a. | Steuerersparnis | Netto-Eigenleistung |
|---|---|---|---|---|
| 60.000 € | ca. 32 % | 6.000 € | ca. 1.920 € | 4.080 € |
| 100.000 € | ca. 42 % | 10.000 € | ca. 4.200 € | 5.800 € |
| 150.000 € | ca. 45 % | 20.000 € | ca. 9.000 € | 11.000 € |
Rürup vs. Riester vs. ETF: Wann lohnt sich welche Vorsorge?
Rürup-Rente eignet sich für: Selbstständige ohne GRV-Pflicht, Gutverdiener über dem Spitzensteuersatz, wer im Alter niedrigere Steuern erwartet. Riester-Rente eignet sich für: Pflichtversicherte Arbeitnehmer mit Kindern (staatliche Zulagen). ETF-Sparplan eignet sich für: Alle, die maximale Flexibilität und Kapitalzugang wollen, bereit für Marktrisiken sind.
Häufige Fragen zur Rürup-Rente
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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen im Überblick

Das deutsche Rentensystem beruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge (bAV) und private Vorsorge (Riester, Rürup, ETFs, Immobilien). Experten empfehlen, alle drei zu nutzen – die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
Die Rentenlücke – die Differenz zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente – beträgt durchschnittlich 40–50 % des letzten Nettoeinkommens. Bei einem Nettogehalt von 2.500 EUR ergibt das eine monatliche Lücke von 1.000–1.250 EUR im Rentenalter. Diese Lücke muss durch eigene Ersparnisse oder andere Vorsorgeformen geschlossen werden.
Riester vs. Rürup vs. ETF: Was ist besser?
Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit Kindern (Zulagen 185 EUR Grundzulage + 300 EUR je Kind) und Niedrigverdiener. Für Selbstständige und Gutverdiener ist die Rürup-Rente steuerlich attraktiver (Beiträge bis 27.566 EUR absetzbar). ETF-Sparpläne bieten die höchste Flexibilität und historisch die beste Rendite – ohne staatliche Förderung, aber auch ohne Einschränkungen bei Auszahlung.
Betriebliche Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer fast immer empfehlenswert: Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben, der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % dazu. Ab einer Beitragsdauer von 15+ Jahren und in mittleren Einkommensklassen ist die bAV kaum zu schlagen.
Weiterführende Informationen: Deutsche Rentenversicherung

