Sozialleistungen 2026: Alle staatlichen Hilfen im Überblick
026: Alle staatlichen Hilfen im Überblick
Deutschland hat eines der umfangreichsten Sozialleistungssysteme der Welt. Wer in finanzielle Not gerät oder Ansprüche aus Versicherungen erworben hat, sollte alle Möglichkeiten kennen. Viele Leistungen werden nicht automatisch ausgezahlt — sie müssen aktiv beantragt werden. Diese Übersicht zeigt die wichtigsten Sozialleistungen 2026 mit Beträgen und Antragsweg.
026: Alle wichtigen Leistungen
| Leistung | Voraussetzung | Antrag bei | |
|---|---|---|---|
| Bürgergeld | 563 EUR/Mo (Alleinstehend) | Erwerbsfähig, hilfebedürftig | Jobcenter |
| Sozialhilfe (SGB XII) | 563 EUR/Mo + Bedarfe | Nicht erwerbsfähig, keine anderen Mittel | Sozialamt |
| Wohngeld | Ø 370 EUR/Mo | Geringes Einkommen, kein ALG II | Wohngeldstelle |
| Kindergeld | 255 EUR/Mo pro Kind | Kinder unter 18 (bis 25 in Ausbildung) | Familienkasse |
| Elterngeld (Basis) | 300 – 1.800 EUR/Mo | Geburt Kind, Einkommensabhängig | Elterngeldstelle |
| Arbeitslosengeld I | 60 % Nettolohn (67 % mit Kind) | Sozialversicherungspflichtig mind. 12 Mo | Agentur für Arbeit |
| Krankengeld | 70 % Brutto, max. 3.573 EUR/Mo | GKV-versichert, AU ab 7. Woche | Krankenkasse |
| Pflegegeld | 316 – 901 EUR/Mo (PG 2–5) | Anerkannter Pflegegrad | Pflegekasse |
| Erwerbsminderungsrente | Ø 860 – 1.100 EUR/Mo | Unter 3h/6h arbeitsfähig | Deutsche Rentenversicherung |
| Witwenrente | 55 % der Altersrente des Verstorbenen | Tod des versicherten Ehepartners | Deutsche Rentenversicherung |
Sozialleistungen für besondere Situationen
| Leistung | Betrag | Für wen |
|---|---|---|
| Kurzarbeitergeld | 60 % / 67 % Nettolohn | Arbeitnehmer bei Arbeitsausfall |
| Insolvenzgeld | 3 Monate rückst. Nettolohn | Bei Arbeitgeberinsolvenz |
| Mutterschaftsgeld | bis 13 EUR/Tag (GKV), Rest AG | Schwangere, 6 Wo vor/8 Wo nach Geburt |
| Bausparprämie | bis 70 EUR/Jahr | Bausparer bis 35.000 EUR Einkommen |
| Kinderzuschlag | bis 250 EUR/Mo je Kind | Eltern die kein ALG II benötigen würden |
Warum viele Leistungen nicht abgerufen werden
Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Berechtigten Sozialleistungen nicht beantragt — aus Unwissenheit, Scham oder weil Antragsformulare zu komplex wirken. Wohngeld wird nur von rund 50 Prozent der Anspruchsberechtigten beantragt. Der Kinderzuschlag wird oft übersehen. Wer Ansprüche nicht kennt, verschenkt bares Geld. Kostenlose Beratung bieten unter anderem die Caritas, der Sozialverband VdK und Schuldnerberatungen.
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Familie & Finanzen: Vorsorge für alle Lebensphasen

Familien stehen vor besonderen finanziellen Herausforderungen: Kinderbetreuungskosten, Eigenheimwunsch, Ausbildungsfinanzierung und Altersvorsorge müssen gleichzeitig geplant werden. Der Staat unterstützt Familien mit zahlreichen Leistungen: Kindergeld (294 EUR/Monat pro Kind), Kinderfreibetrag, Elterngeld, BAföG und Kinderzuschlag für einkommensschwache Familien.
Ein Notfallfonds von 3–6 Monatsgehältern ist für Familien besonders wichtig, da Krankheit, Jobverlust oder unerwartete Ausgaben schwerwiegendere Folgen haben als für Singles. Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen schützen die Familie finanziell ab.
Erbe und Schenkung: Vermögen klug übertragen
Die Weitergabe von Vermögen an Kinder und Enkel ist ein wichtiges Finanzthema. Durch rechtzeitige Schenkungen zu Lebzeiten können Erbschaftsteuer-Freibeträge (400.000 EUR je Kind alle 10 Jahre) mehrfach genutzt werden. Eine frühzeitige Nachlassplanung mit Testament und Vorsorgevollmacht spart Streit und Steuern.
Das Berliner Testament (gegenseitige Alleinerben-Einsetzung) ist weit verbreitet, hat aber steuerliche Nachteile: Die Kinderfreibeträge werden beim ersten Erbfall nicht genutzt. Alternativen wie die Trennungslösung oder Vor- und Nacherbschaft können steuerlich günstiger sein.
Weiterführende Informationen: Bundesministerium für Familie


