Witwenrente 2026: Anspruch, Höhe, Einkommensanrechnung und Wiederheirat
026: Anspruch, Höhe und was Hinterbliebene wissen müssen
Die Witwenrente (für Frauen) und Witwerrente (für Männer) ist eine gesetzliche Hinterbliebenenleistung der Deutschen Rentenversicherung. Sie sichert den überlebenden Ehepartner finanziell ab, wenn der Versicherte verstirbt. Daneben gibt es Waisenrente für Kinder und Erziehungsrente für geschiedene Partner. Seit 2002 gilt das Splitting-Prinzip bei Scheidung.
✓ Zuletzt aktualisiert: April 2026
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| Rentenart | Voraussetzung | Höhe | Dauer |
|---|---|---|---|
| Kleine Witwenrente | Keine Kinder unter 18, kein Alter über 47 | 25 % der Rente des Verstorbenen | Max. 24 Monate |
| Große Witwenrente | Kind unter 18 ODER Alter über 47 ODER Erwerbsminderung | 55 % der Rente des Verstorbenen (Ehe vor 2002: 60 %) | Lebenslang |
| Übergangsrente | Todesfall, unabhängig von Bedingungen | 100 % der Rente des Verstorbenen | 3 Monate |
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Einkommensanrechnung auf die Witwenrente
Die Witwenrente wird auf eigenes Einkommen angerechnet, wenn es einen Freibetrag überschreitet. Der monatliche Freibetrag beträgt 2026 ca. 1.038,05 EUR (West) bzw. 1.005,13 EUR (Ost). Einkommen über dem Freibetrag wird zu 40 % auf die Witwenrente angerechnet. Eigene Rente, Arbeitseinkommen, Mieterträge und Kapitaleinkünfte zählen zum anrechenbaren Einkommen.
| Eigenes Einkommen | Freibetrag überschritten um | Anrechnung (40 %) | Verbleibende Witwenrente |
|---|---|---|---|
| 1.200 EUR | 161,95 EUR | 64,78 EUR | Witwenrente minus 64,78 EUR |
| 1.500 EUR | 461,95 EUR | 184,78 EUR | Witwenrente minus 184,78 EUR |
| 2.000 EUR | 961,95 EUR | 384,78 EUR | Witwenrente minus 384,78 EUR |
Witwenrente bei Wiederheirat
Heiratet der Hinterbliebene erneut, erlischt die Witwenrente. Als Ausgleich zahlt die Deutsche Rentenversicherung eine einmalige Abfindung in Höhe des 24-fachen Monatsbetrags der zuletzt bezogenen Witwenrente. Nach einer erneuten Scheidung oder dem Tod des neuen Partners kann die Witwenrente unter Umständen wieder aufleben.
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Voraussetzungen für den Anspruch auf Witwenrente
Grundvoraussetzungen: 1) Gültige Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft mit dem Verstorbenen. 2) Der Verstorbene hat die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren erfüllt (60 Monate Pflichtbeiträge). 3) Ehe bestand mindestens ein Jahr (Ausnahme: Tod durch Unfall oder schwere Erkrankung). Keine Mindestwartezeit gilt bei Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen des Verstorbenen.

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Altersvorsorge 2026: Die drei Säulen im Überblick
Das deutsche Rentensystem beruht auf drei Säulen: gesetzliche Rente (Umlageverfahren), betriebliche Altersvorsorge (bAV) und private Vorsorge (Riester, Rürup, ETFs, Immobilien). Experten empfehlen, alle drei zu nutzen – die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten nicht aus, um den Lebensstandard zu halten.
Die Rentenlücke – die Differenz zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente – beträgt durchschnittlich 40–50 % des letzten Nettoeinkommens. Bei einem Nettogehalt von 2.500 EUR ergibt das eine monatliche Lücke von 1.000–1.250 EUR im Rentenalter. Diese Lücke muss durch eigene Ersparnisse oder andere Vorsorgeformen geschlossen werden.
Riester vs. Rürup vs. ETF: Was ist besser?
Riester-Rente lohnt sich besonders für Familien mit Kindern (Zulagen 185 EUR Grundzulage + 300 EUR je Kind) und Niedrigverdiener. Für Selbstständige und Gutverdiener ist die Rürup-Rente steuerlich attraktiver (Beiträge bis 27.566 EUR absetzbar). ETF-Sparpläne bieten die höchste Flexibilität und historisch die beste Rendite – ohne staatliche Förderung, aber auch ohne Einschränkungen bei Auszahlung.
Betriebliche Altersvorsorge ist für Arbeitnehmer fast immer empfehlenswert: Durch Entgeltumwandlung sparen Sie Steuern und Sozialabgaben, der Arbeitgeber zahlt mindestens 15 % dazu. Ab einer Beitragsdauer von 15+ Jahren und in mittleren Einkommensklassen ist die bAV kaum zu schlagen.
Weiterführende Informationen: Deutsche Rentenversicherung


