Eigentümerversammlung 2026: Rechte, Abstimmung und Hausgeld
Die Eigentümerversammlung (auch: Wohnungseigentümerversammlung, WEV) ist das zentrale Entscheidungsgremium für alle Wohnungseigentümer einer Immobilie. Hier werden Verwaltungsangelegenheiten, Instandhaltungsmaßnahmen und das Hausgeld beschlossen. Wer seine Rechte kennt, kann aktiv mitgestalten.
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Eigentümerversammlung: Rechte, Pflichten und Ablauf
Gesetzliche Grundlagen — WEG-Reform 2020
Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) wurde 2020 grundlegend reformiert. Die wichtigsten Änderungen:
| Regelung | Inhalt |
|---|---|
| Einberufungsfrist | Mindestens 3 Wochen vor der Versammlung (vorher: 2 Wochen) |
| Beschlussfähigkeit | Keine Mindestquote mehr — Versammlung ist immer beschlussfähig |
| Online-Teilnahme | Verwalter kann Online-Teilnahme ermöglichen (kein Recht darauf) |
| Umlaufbeschluss | Jetzt auch per E-Mail möglich (vorher nur schriftlich) |
| Verwalterbestellung | Maximal 5 Jahre, dann erneute Bestellung nötig |
| Jahresabrechnung | Innerhalb von 6 Monaten nach Ende des Wirtschaftsjahres |
Was wird auf der Eigentümerversammlung beschlossen?
- Jahresabrechnung und Wirtschaftsplan (Hausgeld für das Folgewirtschaftsjahr)
- Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen (z.B. Dachreparatur, Fassade)
- Bestellung oder Abberufung des Verwalters
- Hausordnung und Nutzungsregelungen
- Rücklage für Instandhaltungsmaßnahmen (Erhaltungsrücklage)
- Genehmigung baulicher Veränderungen (z.B. Balkonanbau, Ladestation)
Abstimmung — Mehrheitsregeln
| Beschlussart | Erforderliche Mehrheit | Beispiel |
|---|---|---|
| Einfache Mehrheit | Mehr als 50% der anwesenden Stimmen | Jahresabrechnung, Hausgeld |
| Doppelt qualifizierte Mehrheit | 75% aller Eigentümer (nach Miteigentumsanteilen) | Größere bauliche Veränderungen |
| Allstimmigkeit | 100% aller Eigentümer | Grundlagenändernde Beschlüsse |
| Umlaufbeschluss | Alle Eigentümer müssen zustimmen | Beschlüsse ohne Versammlung |
Hausgeld — was ist enthalten?
Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung der Wohnungseigentümer für gemeinschaftliche Kosten:
- Hausmeisterkosten und Reinigung Gemeinschaftsflächen
- Versicherungen (Gebäude, Haftpflicht)
- Verwaltervergütung
- Erhaltungsrücklage (gesetzliche Mindestanforderung seit 2020)
- Heizung und Warmwasser (Gemeinschaftsanlage)
- Gartenpflege, Beleuchtung, Aufzugswartung
Durchschnittliches Hausgeld 2026: 3–5 €/m² Wohnfläche monatlich. Bei Altbauten oder mangelnder Instandhaltung auch deutlich höher.
Beschlüsse anfechten
Fehlerhafte oder rechtswidrige Beschlüsse können angefochten werden:
- Anfechtungsfrist: 1 Monat nach dem Beschluss
- Zuständig: Amtsgericht am Ort der Immobilie
- Berechtigt: Jeder Wohnungseigentümer
- Nichtige Beschlüsse: Keine Frist (z.B. bei Verstoß gegen unveränderliche Rechte)
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- Persönliche Betreuung
Tipps für die Eigentümerversammlung
- Einladung und Tagesordnung sorgfältig prüfen — nur Tagesordnungspunkte können beschlossen werden
- Vollmacht erteilen wenn Sie nicht teilnehmen können
- Eigene Anträge rechtzeitig beim Verwalter einreichen
- Protokoll nach der Versammlung auf Vollständigkeit prüfen
- Widersprüche ins Protokoll aufnehmen lassen
FAQ: Eigentümerversammlung
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Der Immobilienkauf 2026 – Worauf Sie achten müssen
Ein Immobilienkauf ist die größte Investition im Leben der meisten Menschen. Neben dem Kaufpreis kommen Nebenkosten von 8–15 % dazu: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notarkosten (ca. 1,5 %), Grundbucheintragung (0,5 %) und Maklerprovision (3,57 % je Seite). Bei einem Kaufpreis von 400.000 EUR entstehen so bis zu 60.000 EUR Nebenkosten.

Die Finanzierung sollte solide stehen, bevor man ernsthaft sucht. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank stärkt die Verhandlungsposition und zeigt dem Verkäufer, dass Sie ernsthaft sind. Empfehlenswert: mindestens 20 % Eigenkapital einbringen, damit sind Nebenkosten gedeckt und die Bank bietet bessere Konditionen.
Lage, Lage, Lage – der wichtigste Faktor bei Immobilien
Die Lage bestimmt langfristig den Wert einer Immobilie. Wichtige Faktoren sind Infrastruktur (ÖPNV, Schulen, Einkaufen), Bevölkerungsentwicklung der Region, Leerstandsquote und Mietpreisniveau. In strukturschwachen Regionen können Kaufpreise zwar günstig sein, aber das Wertsteigerungspotenzial und die Vermietbarkeit sind oft gering.
Eine Faustformel für Kapitalanleger: Der Kaufpreis sollte nicht mehr als das 25-fache der Jahresmiete betragen (Kaufpreismultiplikator). In Großstädten wie München oder Frankfurt liegen Multiplikatoren oft bei 35–50 – was die Eigennutzung attraktiver macht als die Kapitalanlage.
Energieeffizienz: Immer wichtiger beim Hauskauf
Seit der Energiekrise 2022 spielt der Energieausweis eine entscheidende Rolle. Gebäude mit schlechter Energiebilanz (Klasse F–H) sind günstiger in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb und im Wert langfristig benachteiligt. KfW-Förderprogramme für energetische Sanierung (BEG-Zuschüsse bis 45 %) machen Modernisierungen attraktiv.
Weiterführende Informationen: Statistisches Bundesamt (Destatis)


