Kontogebühren 2026
026 – kostenlose Konten und versteckte Kosten
Deutsche Banken kassieren für Girokonten im Schnitt 5–15 EUR pro Monat – das sind 60–180 EUR pro Jahr. Dabei gibt es 2026 mehr als ein Dutzend wirklich kostenlose Girokonten ohne Bedingungen. Wer das falsche Konto hat, zahlt drauf.
026 – kostenlos vs. Gebühren
| Bank | Monatliche Gebühr | Bedingung | EC-Karte |
|---|---|---|---|
| DKB | 0 EUR | Kostenlos ab 700 EUR Geldeingang/Mo | Kostenlos, weltweit |
| ING | 0 EUR | Kostenlos ab 700 EUR Geldeingang/Mo | Kostenlos DE |
| Trade Republic | 0 EUR | Keine Bedingung | Kostenlos weltweit + 1 % Cashback |
| N26 | 0 EUR (Standard) | Keine Bedingung | Kostenlos (5 Abhebungen/Mo) |
| Sparkasse (Ø) | 5–12 EUR/Mo | — | ca. 10 EUR/Jahr extra |
| Volksbank (Ø) | 5–10 EUR/Mo | — | ca. 10 EUR/Jahr extra |
| Deutsche Bank | 6,90 EUR/Mo | Kein Gehaltseingang | Inklusive |
Versteckte Kontogebühren – worauf achten
| Gebührenart | Typischer Betrag | Tipp |
|---|---|---|
| Überweisungsgebühr (am Schalter) | 2–5 EUR pro Überweisung | Online-Banking nutzen, Schalter meiden |
| Bargeldabhebung Fremd-Geldautomat | 2–5 EUR pro Abhebung | Kostenlose Partner nutzen, Cashback bei Supermärkten |
| Kreditkarte (Jahresgebühr) | 0–100 EUR/Jahr | Kostenlose Kreditkarten wählen (z.B. TF Bank, Barclays) |
| Dispo-Zinsen | 8–14 % p.a. | Girokonto nie überziehen – Ratenkredit ist günstiger |
| Kontoführungsgebühr für Sparkonten | 0–5 EUR/Mo | Tagesgeldkonto bei Direktbank statt Sparkasse |
Wie wechsle ich das Girokonto? – Schritt für Schritt
- Neues Konto eröffnen – online in 10 Minuten bei Direktbanken möglich
- Kontowechselservice nutzen – gesetzlich vorgeschrieben (§ 21 ZKG), alte Bank muss Liste aller Lastschriften und Daueraufträge liefern
- Daueraufträge und Lastschriften umstellen – Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen informieren
- Übergangsfrist beachten – altes Konto noch 3–6 Monate offen lassen
- Altes Konto kündigen – schriftlich mit Angabe von IBAN
Basiskonto – Recht auf Girokonto für jeden
Seit 2016 hat jeder in der EU das Recht auf ein Basiskonto (§ 31 ZKG). Banken dürfen niemanden abweisen – auch bei negativer SCHUFA. Das Basiskonto deckt alle Grundfunktionen ab: Überweisung, Lastschrift, EC-Karte. Es kann teurer sein als normale Konten (bis zu 7 EUR/Mo).
FAQ – Kontogebühren
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Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.

Weiterführende Informationen: Deutsche Bundesbank


