Notarkosten Hauskauf
026: Was zahlen Käufer wirklich?
Beim Hauskauf ist ein Notar Pflicht ? kein Immobilienkaufvertrag ohne notarielle Beurkundung. Die Kosten sind bundesweit einheitlich im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt und transparent berechenbar. Trotzdem überraschen viele Käufer die tats?chlichen Gesamtkosten.
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Was macht der Notar beim Hauskauf?
Der Notar erf?llt beim Immobilienkauf mehrere zentrale Aufgaben:
- Kaufvertrag beurkunden: Liest den Vertrag vor, erl?utert ihn und beurkundet die Unterschriften beider Parteien
- Auflassungsvormerkung: Sch?tzt den Käufer durch Eintragung im Grundbuch ? ab hier kann der Verkäufer nicht mehr an jemand anderen verkaufen
- Kaufpreisf?lligkeit abwickeln: Best?tigt, wann der Kaufpreis zu zahlen ist
- Eigentumsübertragung: Veranlasst die Eintragung des Käufers als neuer Eigent?mer im Grundbuch
- Grundschuld bestellen: Beurkundet die Grundschuld zugunsten der Bank (wenn finanziert)
Notarkosten beim Hauskauf: Tabelle nach Kaufpreis
| Kaufpreis | Beurkundung Kaufvertrag | Grundbucheintragung | Auflassungsvorm. | Gesamt ca. |
|---|---|---|---|---|
| 150.000 € | ca. 680 € | ca. 340 € | ca. 170 € | ca. 1.500?1.800 € |
| 250.000 € | ca. 1.035 € | ca. 518 € | ca. 259 € | ca. 2.200?2.800 € |
| 350.000 € | ca. 1.335 € | ca. 668 € | ca. 334 € | ca. 2.800?3.500 € |
| 500.000 € | ca. 1.735 € | ca. 868 € | ca. 434 € | ca. 3.800?4.500 € |
| 750.000 € | ca. 2.435 € | ca. 1.218 € | ca. 609 € | ca. 5.200?6.300 € |
Hinweis: Zzgl. Grundschuld-Bestellung (ca. 0,3 % der Darlehenssumme) und Mehrwertsteuer (19 %).
Notarkosten mit Finanzierung (inkl. Grundschuldbestellung)
| Kaufpreis / Darlehen | Kaufvertrag + Grundbuch | Grundschuld | Gesamt (inkl. MwSt.) |
|---|---|---|---|
| 250.000 € / 200.000 € | ca. 2.200 € | ca. 800 € | ca. 3.500?4.000 € |
| 350.000 € / 280.000 € | ca. 2.800 € | ca. 1.100 € | ca. 4.500?5.200 € |
| 500.000 € / 400.000 € | ca. 3.800 € | ca. 1.400 € | ca. 6.200?7.000 € |
Wer zahlt die Notarkosten ? Käufer oder Verkäufer?
Laut ? 448 BGB trägt der Käufer die Kosten der Kaufvertragsbeurkundung und der Grundbucheintragung. Die Kosten für eine etwaige L?schungsbewilligung alter Lasten (z.B. Hypotheken des Verkäufers) trägt der Verkäufer. In der Praxis bezahlt der Käufer also fast alle Notarkosten.

Notarkosten sparen: Was ist möglich?
- Notar verhandeln: Nicht möglich ? alle Notargebühren sind gesetzlich geregelt (GNotKG)
- Inventar herausrechnen: Wenn Einbauk?che, M?bel etc. separat berechnet werden, sinkt der beurkundungspflichtige Kaufpreis ? und damit die Notarkosten
- Günstige Finanzierung: Je weniger Darlehen nötig ist, desto geringer die Grundschuld-Beurkundungskosten
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Zeitplan: Wann sind die Notarkosten f?llig?
- Notartermin für den Kaufvertrag
- Rechnung des Notars folgt ca. 2?4 Wochen nach dem Termin
- Zahlungsfrist: meist 30 Tage
- Grundbucheintragung erfolgt nach Zahlungseingang aller Beteiligten
Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.
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