Maklerkosten Hauskauf 2026
026: Was zahlen Käufer wirklich?
Maklerkosten sind beim Hauskauf eine der größten variablen Kostenpositionen. Seit dem Bestellerprinzip (2020) darf der Käufer maximal die H?lfte der Maklerprovision zahlen. Trotzdem landen schnell 10.000 € oder mehr auf der Rechnung des Käufers. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Bestellerprinzip seit 2020: Was hat sich ge?ndert?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt beim Kauf von Einfamilienh?usern und Eigentumswohnungen das Bestellerprinzip:
- Wer den Makler beauftragt (= bestellt), muss mindestens die H?lfte der Provision zahlen
- Der Käufer darf nicht mehr zahlen als der Verkäufer
- Gesamtprovision ist weiterhin frei verhandelbar ? ?blich sind 5,95?7,14 % (inkl. MwSt.)
- Maklergebühren sind erst f?llig, wenn der Kauf tats?chlich zustande kommt
026
| Region | Gesamtprovision | Käuferanteil | Bei 350.000 € |
|---|---|---|---|
| Bayern, Baden-W?rttemberg, NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | 7,14 % | 3,57 % | 12.495 € |
| Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein | 7,14 % | 3,57 % | 12.495 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 5,95 % | 2,98 % | 10.430 € |
| Sachsen | 7,14 % | 3,57 % | 12.495 € |
| Sachsen-Anhalt, Th?ringen | 7,14 % | 3,57 % | 12.495 € |
| Niedersachsen | 7,14 % | 3,57 % | 12.495 € |
Sind Maklerkosten verhandelbar?
Ja ? die Maklerprovision ist grunds?tzlich frei verhandelbar. In der Praxis haben Käufer aber wenig Verhandlungsspielraum, da der Makler meist vom Verkäufer beauftragt wird. Trotzdem gibt es Wege, Maklerkosten zu reduzieren oder ganz zu vermeiden:
- Provisionsfreie Inserate suchen: ImmobilienScout24, Immowelt, eBay Kleinanzeigen haben Filter für „provisionsfrei“
- Direkt vom Eigent?mer kaufen: Viele private Verkäufer inserieren ohne Makler
- Provision nachverhandeln: Bei höherpreisigen Objekten manchmal möglich
- Neubau direkt vom Bautr?ger: Oft ohne Maklerprovision
Maklerkosten von der Steuer absetzen?
Beim privaten Eigenheim sind Maklerkosten nicht steuerlich absetzbar. Bei Vermietungsobjekten (Kapitalanlage) z?hlen sie jedoch zu den Anschaffungskosten und können über die Abschreibung (AfA) steuerlich geltend gemacht werden.

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Rechenbeispiel: Was zahlen Käufer?
| Kaufpreis | Gesamtprovision (7,14 %) | Käuferanteil (3,57 %) |
|---|---|---|
| 200.000 € | 14.280 € | 7.140 € |
| 300.000 € | 21.420 € | 10.710 € |
| 400.000 € | 28.560 € | 14.280 € |
| 500.000 € | 35.700 € | 17.850 € |
| 600.000 € | 42.840 € | 21.420 € |
Der Immobilienkauf 2026 – Worauf Sie achten müssen
Ein Immobilienkauf ist die größte Investition im Leben der meisten Menschen. Neben dem Kaufpreis kommen Nebenkosten von 8–15 % dazu: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notarkosten (ca. 1,5 %), Grundbucheintragung (0,5 %) und Maklerprovision (3,57 % je Seite). Bei einem Kaufpreis von 400.000 EUR entstehen so bis zu 60.000 EUR Nebenkosten.
Die Finanzierung sollte solide stehen, bevor man ernsthaft sucht. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank stärkt die Verhandlungsposition und zeigt dem Verkäufer, dass Sie ernsthaft sind. Empfehlenswert: mindestens 20 % Eigenkapital einbringen, damit sind Nebenkosten gedeckt und die Bank bietet bessere Konditionen.
Lage, Lage, Lage – der wichtigste Faktor bei Immobilien
Die Lage bestimmt langfristig den Wert einer Immobilie. Wichtige Faktoren sind Infrastruktur (ÖPNV, Schulen, Einkaufen), Bevölkerungsentwicklung der Region, Leerstandsquote und Mietpreisniveau. In strukturschwachen Regionen können Kaufpreise zwar günstig sein, aber das Wertsteigerungspotenzial und die Vermietbarkeit sind oft gering.
Eine Faustformel für Kapitalanleger: Der Kaufpreis sollte nicht mehr als das 25-fache der Jahresmiete betragen (Kaufpreismultiplikator). In Großstädten wie München oder Frankfurt liegen Multiplikatoren oft bei 35–50 – was die Eigennutzung attraktiver macht als die Kapitalanlage.
Energieeffizienz: Immer wichtiger beim Hauskauf
Seit der Energiekrise 2022 spielt der Energieausweis eine entscheidende Rolle. Gebäude mit schlechter Energiebilanz (Klasse F–H) sind günstiger in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb und im Wert langfristig benachteiligt. KfW-Förderprogramme für energetische Sanierung (BEG-Zuschüsse bis 45 %) machen Modernisierungen attraktiv.
Weiterführende Ressourcen
- Lohnt sich ein Makler? Bewertung, Erfahrungen und echte Kosten (immobilien-erfahrung.de) – Wann ein guter Makler den Aufpreis wert ist – und wann Sie ihn sich sparen können.
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