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Kaufnebenkosten Immobilien 2026: Alle Kostenpositionen erklärt

10 Jahre3,00%
15 Jahre3,12%
Stand: 14.05.2026 | Quelle: Interhyp

026: Was kostet wirklich obendrauf?

Beim Immobilienkauf kommt zum Kaufpreis noch ein erheblicher Betrag an Nebenkosten hinzu. Diese Kaufnebenkosten werden oft unterschätzt und können den Kauf erheblich verteuern. Ein vollständiger Überblick über alle Kostenpositionen.

026

Kostenposition Betrag (% Kaufpreis) Typischer Wert
Grunderwerbsteuer 3,5–6,5% je Bundesland Größte Einzelposition
Notarkosten ca. 1–1,5% Kaufvertrag, Grundschuld
Grundbucheintragung ca. 0,3–0,5% Eigentumsumschreibung
Maklerprovision (hälftig) 0–3,57% (Hälfte der Courtage) Je nach Vereinbarung
Gutachterkosten (optional) ca. 0,5–1% Empfohlen bei Bestandsimmobilien
Gesamt ohne Makler 5–9% Grobe Bandbreite
Gesamt mit Makler 8–12% Vollständige Nebenkosten

026

Bundesland Grunderwerbsteuer
Bayern 3,5%
Sachsen 3,5%
Hamburg 4,5%
Baden-Württemberg 5,0%
Bremen, Hessen, Mecklenburg-V., Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt 5,0%
Berlin 6,0%
Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen, Nordrhein-Westfalen 6,5%
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Lesezeit: ca. 4 Minuten

Kaufnebenkosten-Rechenbeispiel

Kaufpreis 400.000 € in NRW (Grunderwerbsteuer 6,5%):

  • Grunderwerbsteuer: 26.000 €
  • Notarkosten: ca. 5.600 €
  • Grundbucheintragung: ca. 1.600 €
  • Maklerprovision (2,38% Käuferanteil): ca. 9.520 €
  • Kaufnebenkosten gesamt: ca. 42.720 € (10,7%)

Eigenkapitalplanung: 80.000 € Eigenkapital + 42.720 € Nebenkosten = mind. 122.720 € Eigenkapital nötig (für 20% Eigenanteil am Kaufpreis + alle Nebenkosten).

Kaufnebenkosten senken — was geht?

  • Makler umgehen: Direktkauf ohne Makler spart 3–7% Courtage
  • Inventar separat ausweisen: Bewegliche Sachen (Küche, Einbauschränke) senken die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer
  • Bundesland wählen: Bayern und Sachsen haben günstigste Grunderwerbsteuer (3,5%)
  • Notarkosten verhandeln: Kaum möglich (gesetzlich geregelt)
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FAQ: Kaufnebenkosten Immobilien

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Der Immobilienkauf 2026 – Worauf Sie achten müssen

Ein Immobilienkauf ist die größte Investition im Leben der meisten Menschen. Neben dem Kaufpreis kommen Nebenkosten von 8–15 % dazu: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notarkosten (ca. 1,5 %), Grundbucheintragung (0,5 %) und Maklerprovision (3,57 % je Seite). Bei einem Kaufpreis von 400.000 EUR entstehen so bis zu 60.000 EUR Nebenkosten.

kaufnebenkosten kaufen – Infografik
Kaufnebenkosten kaufen – Infografik

Die Finanzierung sollte solide stehen, bevor man ernsthaft sucht. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank stärkt die Verhandlungsposition und zeigt dem Verkäufer, dass Sie ernsthaft sind. Empfehlenswert: mindestens 20 % Eigenkapital einbringen, damit sind Nebenkosten gedeckt und die Bank bietet bessere Konditionen.

Lage, Lage, Lage – der wichtigste Faktor bei Immobilien

Die Lage bestimmt langfristig den Wert einer Immobilie. Wichtige Faktoren sind Infrastruktur (ÖPNV, Schulen, Einkaufen), Bevölkerungsentwicklung der Region, Leerstandsquote und Mietpreisniveau. In strukturschwachen Regionen können Kaufpreise zwar günstig sein, aber das Wertsteigerungspotenzial und die Vermietbarkeit sind oft gering.

Eine Faustformel für Kapitalanleger: Der Kaufpreis sollte nicht mehr als das 25-fache der Jahresmiete betragen (Kaufpreismultiplikator). In Großstädten wie München oder Frankfurt liegen Multiplikatoren oft bei 35–50 – was die Eigennutzung attraktiver macht als die Kapitalanlage.

Energieeffizienz: Immer wichtiger beim Hauskauf

Seit der Energiekrise 2022 spielt der Energieausweis eine entscheidende Rolle. Gebäude mit schlechter Energiebilanz (Klasse F–H) sind günstiger in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb und im Wert langfristig benachteiligt. KfW-Förderprogramme für energetische Sanierung (BEG-Zuschüsse bis 45 %) machen Modernisierungen attraktiv.

Weiterführende Informationen: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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