Hausgeld 2026: Was kostet eine Eigentumswohnung wirklich
026: Was Wohnungseigentümer monatlich zahlen
Das Hausgeld ist die monatliche Zahlung, die Eigentümer einer Eigentumswohnung an die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) entrichten. Es deckt die laufenden Betriebskosten des Gemeinschaftseigentums sowie die Instandhaltungsrücklage. Beim Kauf einer Eigentumswohnung ist das Hausgeld neben der Kreditrate der wichtigste laufende Kostenfaktor.
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Was ist im Hausgeld enthalten?
| Kostenart | Anteil am Hausgeld |
|---|---|
| Betriebskosten (Heizung, Wasser, Hausmeister, Versicherung) | 60–70 % |
| Instandhaltungsrücklage | 15–25 % |
| Verwaltungskosten (Hausverwaltung) | 5–10 % |
| Sonstige Kosten (Garten, Aufzug, etc.) | 5–10 % |
Typische Hausgelder nach Gebäudetyp
| Gebäudetyp | Hausgeld/m² (Kalt) | Beispiel 80 m² ETW |
|---|---|---|
| Neubau (gut verwaltet) | 3,50–4,50 €/m² | 280–360 €/Monat |
| Bestand (normale Instandhaltung) | 3,00–5,00 €/m² | 240–400 €/Monat |
| Altbau (hoher Sanierungsbedarf) | 4,50–7,00 €/m² | 360–560 €/Monat |
| Luxussegment (Concierge, Pool) | 6,00–12,00 €/m² | 480–960 €/Monat |
Wichtig: Nicht-umlagefähige Kosten im Hausgeld
Beim Hausgeld sind nicht alle Kosten auf Mieter umlegbar. Als Eigentümer-Vermieter können Sie nur die umlagefähigen Betriebskosten weitergeben – die Instandhaltungsrücklage, Verwaltungskosten und Reparaturen müssen Sie selbst tragen. Dies ist ein wichtiger Unterschied zur Gesamtkostenbetrachtung bei Kapitalanlagen: Das „Kalt-Hausgeld“ (umlagefähig) und das „Warm-Hausgeld“ (gesamt) weichen oft erheblich ab.

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Der Immobilienkauf 2026 – Worauf Sie achten müssen
Ein Immobilienkauf ist die größte Investition im Leben der meisten Menschen. Neben dem Kaufpreis kommen Nebenkosten von 8–15 % dazu: Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland 3,5–6,5 %), Notarkosten (ca. 1,5 %), Grundbucheintragung (0,5 %) und Maklerprovision (3,57 % je Seite). Bei einem Kaufpreis von 400.000 EUR entstehen so bis zu 60.000 EUR Nebenkosten.
Die Finanzierung sollte solide stehen, bevor man ernsthaft sucht. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank stärkt die Verhandlungsposition und zeigt dem Verkäufer, dass Sie ernsthaft sind. Empfehlenswert: mindestens 20 % Eigenkapital einbringen, damit sind Nebenkosten gedeckt und die Bank bietet bessere Konditionen.
Lage, Lage, Lage – der wichtigste Faktor bei Immobilien
Die Lage bestimmt langfristig den Wert einer Immobilie. Wichtige Faktoren sind Infrastruktur (ÖPNV, Schulen, Einkaufen), Bevölkerungsentwicklung der Region, Leerstandsquote und Mietpreisniveau. In strukturschwachen Regionen können Kaufpreise zwar günstig sein, aber das Wertsteigerungspotenzial und die Vermietbarkeit sind oft gering.
Eine Faustformel für Kapitalanleger: Der Kaufpreis sollte nicht mehr als das 25-fache der Jahresmiete betragen (Kaufpreismultiplikator). In Großstädten wie München oder Frankfurt liegen Multiplikatoren oft bei 35–50 – was die Eigennutzung attraktiver macht als die Kapitalanlage.
Energieeffizienz: Immer wichtiger beim Hauskauf
Seit der Energiekrise 2022 spielt der Energieausweis eine entscheidende Rolle. Gebäude mit schlechter Energiebilanz (Klasse F–H) sind günstiger in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb und im Wert langfristig benachteiligt. KfW-Förderprogramme für energetische Sanierung (BEG-Zuschüsse bis 45 %) machen Modernisierungen attraktiv.
Weiterführende Informationen: Statistisches Bundesamt (Destatis)
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