Sterbegeldversicherung 2026
026 – sinnvoll oder Geldverschwendung?
Die Sterbegeldversicherung zahlt beim Tod des Versicherten eine Summe zur Deckung der Beerdigungskosten. Durchschnittliche Beerdigungskosten in Deutschland liegen bei 5.000–8.000 EUR. Ob eine spezielle Versicherung dafür sinnvoll ist, hängt von den persönlichen Umständen ab.
026 – Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Familie wird finanziell entlastet | Rendite negativ bei frühem Tod unwahrscheinlich |
| Kein Eigenkapital nötig – monatliche Beiträge | Hohe Gesamtbeiträge bei langer Laufzeit |
| Keine Gesundheitsprüfung (oft) | Anfangliche Wartezeit: bei Tod im 1. Jahr oft nur Beiträge zurück |
| Sofortige Auszahlung an Hinterbliebene | Inflationsrisiko: 5.000 EUR heute ≠ 5.000 EUR in 20 Jahren |
Sterbegeldversicherung vs. Alternativen
| Option | Kosten | Flexibilität | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Sterbegeldversicherung | 20–60 EUR/Mo je nach Alter | Gering – gebunden | Für Ältere ohne Erspartes, keine Gesundheitsprüfung |
| Tagesgeld/Festgeld ansparen | Variabel (eigene Sparrate) | Sehr hoch | Besser für Jüngere mit langen Zeithorizonten |
| Risikolebensversicherung | ab 5 EUR/Mo (jung und gesund) | Mittel | Für Hauptverdiener mit Familienschutz |
| Sterbegeld GKV | Entfällt seit 2004 | — | Nicht mehr existent seit 2004 |
026 – was kostet eine Beerdigung?
| Leistung | Durchschnittliche Kosten |
|---|---|
| Erdbestattung | 5.000–10.000 EUR |
| Feuerbestattung (Urne) | 2.500–6.000 EUR |
| Seebestattung | 2.000–4.000 EUR |
| Friedhofsgebühren / Grabpflege (10 Jahre) | 2.000–5.000 EUR |
| Grabstein | 1.000–3.000 EUR |
| Trauerfeier, Blumen, Anzeigen | 500–2.000 EUR |
Wer zahlt die Beerdigungskosten?
Laut § 1968 BGB ist der Erbe verpflichtet, die Bestattungskosten zu tragen – als Nachlassverbindlichkeit. Wenn kein Erbe vorhanden oder das Erbe ausgeschlagen wurde, regelt das Sozialamt die Bestattung (Sozialbestattung). Wer nicht möchte, dass Kinder oder Geschwister belastet werden, kann vorsorgen.
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FAQ – Sterbegeldversicherung
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Versicherungen: Was wirklich notwendig ist

Deutsche Verbraucher sind im Schnitt überversichert bei Kleinigkeiten und unterversichert bei existenzbedrohenden Risiken. Notwendige Versicherungen: Krankenversicherung (Pflicht), Haftpflichtversicherung (unverzichtbar), Berufsunfähigkeitsversicherung (wichtig für alle Arbeitnehmer) und Hausratversicherung (für Mieter). Optional aber sinnvoll: Rechtsschutz und Risikolebensversicherung für Familien.
Die private Haftpflichtversicherung ist die wichtigste und günstigste Versicherung – schon ab 50 EUR/Jahr schützt sie vor Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe. Jeder Schaden, den man anderen zufügt, muss aus eigener Tasche bezahlt werden – ohne Haftpflicht kann das existenzbedrohend sein.
Berufsunfähigkeitsversicherung: Unterschätzt und unverzichtbar
Jeder vierte Arbeitnehmer wird vor dem Rentenalter berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente deckt oft nur ein Drittel des letzten Nettogehalts – das reicht selten zum Leben. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schließt diese Lücke. Faustregel: Die BU-Rente sollte mindestens 70 % des Nettoeinkommens absichern.
Je früher die BU abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge und desto einfacher die Gesundheitsprüfung. Mit 25 Jahren zahlt man oft weniger als halb so viel wie mit 40 – für identische Leistung. Wer bereits Vorerkrankungen hat, findet es schwerer, überhaupt eine BU zu bekommen.
Weiterführende Informationen: BaFin – Finanzaufsicht

