Kurzarbeitergeld 2026: Berechnung, Sätze und Voraussetzungen
026: Berechnung, Voraussetzungen und was Sie wissen müssen
Kurzarbeitergeld (KUG) ist eine staatliche Leistung aus der Arbeitslosenversicherung, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwierigen Phasen entlastet. Durch Kurzarbeit können Entlassungen vermieden werden — der Staat ersetzt einen Teil des entfallenden Lohns.
Kurzarbeitergeld: Wie viel bekommen Arbeitnehmer?
| Situation | KUG-Satz | Berechnungsgrundlage |
|---|---|---|
| Ohne Kinder (Steuerklasse 1/4/5) | 60 % des ausgefallenen Nettoentgelts | Differenz Soll-Brutto vs. Ist-Brutto |
| Mit Kind (mind. ein Kind, Steuerklasse 1/2/4) | 67 % des ausgefallenen Nettoentgelts | Differenz Soll-Brutto vs. Ist-Brutto |
| Ab 4 Monaten KUG (ohne Kind) | 70 % | Erhöhter Satz bei Langzeit-KUG |
| Ab 4 Monaten KUG (mit Kind) | 77 % | Erhöhter Satz bei Langzeit-KUG |
| Ab 7 Monaten KUG (ohne Kind) | 80 % | Maximaler erhöhter Satz |
| Ab 7 Monaten KUG (mit Kind) | 87 % | Maximaler erhöhter Satz mit Kind |
Kurzarbeit: Voraussetzungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Voraussetzungen Arbeitgeber: Erheblicher Arbeitsausfall (mind. 10 % der Beschäftigten um mind. 10 % betroffen), unvermeidbarer wirtschaftlicher Grund, betriebliche Voraussetzungen (Betriebsvereinbarung oder tarifliche Regelung). Voraussetzungen Arbeitnehmer: Sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, keine Kündigung während der Kurzarbeit. Maximaldauer: 12 Monate Kurzarbeitergeld (in Sonderzeiten, wie COVID-19, auf bis zu 24 Monate verlängerbar).
Kurzarbeitergeld: Rechenbeispiel
Bruttolohn normal: 3.500 EUR. Bruttolohn bei 50 % Kurzarbeit: 1.750 EUR. Ausgefallenes Nettoentgelt (ca.): 900 EUR. Kurzarbeitergeld 60 % von 900 EUR: 540 EUR. Tatsächlich erhaltenes Netto: ca. 1.750 EUR Lohn-Netto + 540 EUR KUG = ca. 2.290 EUR statt normal ca. 2.350 EUR Netto. Einbuße: ca. 60 EUR Netto — dank KUG deutlich weniger als ohne staatliche Unterstützung.
Häufige Fragen zum Kurzarbeitergeld
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Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.

Weiterführende Informationen: Bundesagentur für Arbeit
