Krankheitsbedingte Kündigung 2026: Wann ist sie wirksam
026: Wann ist sie rechtmäßig?
Eine Kündigung wegen Krankheit ist unter strengen Voraussetzungen möglich — sie gilt als personenbedingte Kündigung nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG). Das Gericht prüft in drei Stufen, ob die Kündigung sozial gerechtfertigt ist.
Die 3-Stufen-Prüfung bei krankheitsbedingter Kündigung
| Stufe | Prüfung | Was das Gericht fragt |
|---|---|---|
| 1. Negative Gesundheitsprognose | Werden zukünftig häufige Fehlzeiten erwartet? | Nachweis durch AU-Historie, Arztzeugnis |
| 2. Erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher Interessen | Störung des Betriebsablaufs oder unzumutbare wirtschaftliche Belastung? | Entgeltfortzahlung, Mehrbelastung anderer AN |
| 3. Interessenabwägung | Überwiegen Arbeitgeberinteressen die Arbeitnehmerinteressen? | Betriebszugehörigkeit, Alter, Unterhaltspflichten |
Alle 3 Stufen müssen für eine wirksame Kündigung erfüllt sein.
Häufige AU-Tage als Richtwert (kein Automatismus)
| Fehlzeiten-Muster | Risiko einer Kündigung | Hinweis |
|---|---|---|
| Unter 6 Wochen/Jahr (Lohnfortzahlungskosten gering) | Gering | Kein ausreichender Anlass für den AG |
| 6–8 Wochen/Jahr über mehrere Jahre | Mittel | Kündigung möglich, aber selten erfolgreich |
| Über 8 Wochen/Jahr, chronische Erkrankung | Erhöht | Negative Prognose nötig für Stufe 1 |
| Dauerhafte Arbeitsunfähigkeit (über 2 Jahre) | Hoch | Häufig möglich — aber erst nach BEM |
Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) — Pflicht vor der Kündigung
Arbeitgeber sind verpflichtet, ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchzuführen, wenn ein Mitarbeiter innerhalb von 12 Monaten länger als 6 Wochen arbeitsunfähig war. Das BEM muss angeboten werden — die Teilnahme ist freiwillig. Wurde kein BEM durchgeführt, ist eine krankheitsbedingte Kündigung in der Regel unwirksam.
Sonderfälle: Wann Kündigung leichter möglich ist
- Langzeiterkrankung: Ungewisse Rückkehrprognose über 2 Jahre kann Kündigung rechtfertigen
- Betriebsablauf dauerhaft gestört: Keine Vertretung möglich, gravierender Betriebsschaden
- Häufige Kurzerkrankungen: Jedes Jahr wiederkehrende kurze AU-Zeiten mit negativer Prognose
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Häufig gestellte Fragen zur krankheitsbedingten Kündigung
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- Arbeitslosengeld: Höhe und Bezugsdauer
Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.

Weiterführende Informationen: Deutsche Bundesbank
