Depot 2026: Was es ist, welcher Broker passt und was es kostet
026: Was ist ein Wertpapierdepot, welcher Broker passt und was kostet es?
Ein Depot ist ein Konto, auf dem Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen verwahrt werden. Ohne Depot ist kein Wertpapierhandel möglich. In Deutschland unterscheidet man zwischen Bankdepots (klassische Hausbank), Direktbankdepots (DKB, ING, Comdirect) und Neo-Broker-Depots (Trade Republic, Scalable Capital). Die Kosten variieren erheblich — von kostenlos bis zu über 50 EUR pro Jahr.
026: Kosten und Leistungen
| Anbieter | Depotgebühr | Orderkosten | Sparplan | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Trade Republic | 0 EUR/Jahr | 1 EUR/Order | Ab 1 EUR, kostenlos | 4 % Zinsen auf unverzeinstes Guthaben |
| Scalable Capital | 0 EUR (Free Broker) | 0,99 EUR/Order | Ab 1 EUR, kostenlos | Robo-Advisor-Option |
| ING | 0 EUR | 4,90 EUR + 0,25 % (mind. 9,90 EUR) | Ab 1 EUR, kostenlos (Aktions-ETFs) | Integriert in Girokonto |
| DKB | 0 EUR | 10 EUR Flatrate oder volumenabhängig | Ab 25 EUR | Starke Bankanbindung |
| Comdirect | 0 EUR (ab 1 Trade/Quartal) | 12,90 EUR + 0,25 % (mind. 12,90 EUR) | Ab 25 EUR, 1,50 % | Größte ETF-Auswahl |
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Depot-Arten: Welches Depot passt zu mir?
| Depot-Typ | Geeignet für | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Neo-Broker (Trade Republic, Scalable) | Einsteiger, ETF-Sparer, Langfristanleger | Sehr günstig, einfach bedienbar | Weniger Analysetools, eingeschränktes Produktangebot |
| Direktbank (ING, DKB, Comdirect) | Aktiv-Trader, Vielfalt-Anleger | Breite Produktpalette, Banking-Integration | Höhere Orderkosten |
| Robo-Advisor (Quirion, Scalable, Ginmon) | Anleger ohne Eigeninitiative | Vollautomatisch, günstig | Wenig individuelle Kontrolle |
Steuern im Depot: Was Sie wissen müssen
Gewinne im Depot — Dividenden, Kursgewinne, Zinsen — unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % (plus Soli). Der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (ledig) bleibt steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag beim Broker hinterlegt ist. Verluste aus dem Depot können mit Gewinnen verrechnet werden, aber nur innerhalb derselben Anlageklasse und desselben Brokers — oder über die Steuererklärung (Verlustverrechnungstopf).
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Depot übertragen: So wechseln Sie den Broker
Ein Depot kann kostenlos und steuerneutral zu einem anderen Broker übertragen werden. Der neue Broker übernimmt alle Wertpapiere mit ihren ursprünglichen Einstandskursen. Der Prozess dauert in der Regel 2–4 Wochen. Wichtig: Kein Verkauf nötig, keine Steuer fällig, Freistellungsaufträge müssen beim neuen Broker neu eingerichtet werden.

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Kapitalanlage 2026: Grundregeln für Anfänger und Profis
Eine erfolgreiche Kapitalanlage basiert auf drei Grundpfeilern: Diversifikation (nie alles auf eine Karte setzen), Anlagehorizont (langfristig investieren für Aktien/ETFs) und Risikotoleranz (nur investieren, was man im Notfall nicht sofort braucht). Wer diese Regeln beachtet, vermeidet die häufigsten Anfängerfehler.
Ein bewährtes Framework: 3–6 Monatsgehälter als Notfallreserve auf Tagesgeld halten. Den Rest je nach Horizont aufteilen: kurzfristig (1–3 Jahre) in Festgeld, langfristig (10+ Jahre) in breit gestreute ETFs wie den MSCI World. So entsteht ein Portfolio, das Sicherheit und Rendite balanciert.
ETFs: Die beliebteste Anlageform für private Investoren
Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Index wie den MSCI World oder DAX abbilden. Sie sind kostengünstig (TER unter 0,3 % p.a.), breit diversifiziert (MSCI World: 1.600+ Unternehmen aus 23 Ländern) und transparent. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds schlagen sie langfristig 80–90 % aller professionellen Fondsmanager.
Für Einsteiger empfiehlt sich ein ETF-Sparplan auf den MSCI World oder FTSE All World ab 25 EUR/Monat. Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder Comdirect bieten günstige Sparpläne ohne Ausgabeaufschlag. Die Sparrate kann jederzeit angepasst oder pausiert werden.
Steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen
Kapitalerträge (Dividenden, Zinsen, Kursgewinne) unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (Singles) bzw. 2.000 EUR (Ehepaare) ist steuerfrei. Ein Freistellungsauftrag bei der Bank stellt sicher, dass diese Freibeträge automatisch berücksichtigt werden.
Weiterführende Informationen: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
