Rendite-Rechner 2026: Rendite berechnen mit Formeln und Beispielen
Die Rendite ist die wichtigste Kennzahl für jeden Investor. Sie sagt aus, wie viel Prozent Gewinn eine Geldanlage pro Jahr erzielt. Mit unserem Rendite-Rechner und den einfachen Formeln berechnen Sie sofort, welche Anlage sich wirklich lohnt.
Lesezeit: ca. 4 Minuten
Rendite-Rechner: Rendite berechnen leicht gemacht
Rendite-Formeln: Die drei wichtigsten Berechnungsmethoden
| Methode | Formel | Einsatz |
|---|---|---|
| Einfache Rendite | (Endwert – Anfangswert) / Anfangswert × 100 | Einmalanlage ohne laufende Erträge |
| Jährliche Rendite (CAGR) | (Endwert / Anfangswert)^(1/Jahre) – 1 | Mehrjährige Anlagen vergleichen |
| Gesamtrendite inkl. Ausschüttungen | (Kursgewinn + Dividenden) / Kaufkurs × 100 | Dividendenaktien, Fonds |
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| Anlageklasse | Ø Rendite p.a. | Risiko | Zeithorizont |
|---|---|---|---|
| Tagesgeld | 2,5–3,5 % | Sehr gering | Jederzeit verfügbar |
| Festgeld (2 Jahre) | 2,8–3,6 % | Sehr gering | 2 Jahre gebunden |
| Staatsanleihen (10J, DE) | 2,4–2,8 % | Gering | 10 Jahre |
| ETF MSCI World (hist.) | 7–9 % | Mittel | Min. 10–15 Jahre |
| ETF S&P 500 (hist.) | 8–10 % | Mittel | Min. 10–15 Jahre |
| Immobilien (Mietrendite) | 3–5 % netto | Mittel | 10+ Jahre |
| Aktien (Einzelwerte) | 5–15 % mögl. | Hoch | Langfristig |
| Kryptowährungen | sehr schwankend | Sehr hoch | Spekulativ |
Rechenbeispiele: So funktioniert die Rendite-Berechnung
Beispiel 1 — Aktienanlage: Sie kaufen Aktien für 10.000 Euro und verkaufen 5 Jahre später für 14.693 Euro. Einfache Gesamtrendite: 46,9 %. Jährliche Rendite (CAGR): (14.693/10.000)^(1/5) – 1 = 8,0 % p.a.
Beispiel 2 — Immobilie: Kaufpreis 300.000 Euro, Jahreskaltmiete 12.000 Euro (1.000 Euro/Monat). Bruttomietrendite: 12.000 / 300.000 × 100 = 4,0 %. Abzüglich 25 % Bewirtschaftungskosten ergibt sich eine Nettomietrendite von rund 3,0 %.
Beispiel 3 — ETF-Sparplan: 200 Euro monatlich über 20 Jahre, Ø 8 % p.a. Eingezahlt: 48.000 Euro. Endwert: ca. 117.000 Euro. Gewinn durch Zinseszins: 69.000 Euro.
Häufige Fragen zur Rendite-Berechnung
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Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.

Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.
Weiterführende Informationen: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

