Kirchensteuer 2026: Höhe, Berechnung und Kirchenaustritt erklärt
026: Wie hoch sie ist, wie sie berechnet wird und wie man austritt
Die Kirchensteuer ist eine Steuer, die Mitglieder der römisch-katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland zahlen. Sie wird vom Staat im Auftrag der Kirchen eingezogen und direkt von der Lohnsteuer oder Einkommensteuer abgezogen. Der Steuersatz beträgt je nach Bundesland 8 % (Bayern, Baden-Württemberg) oder 9 % auf die Einkommensteuer.
✓ Zuletzt aktualisiert: April 2026
026 nach Bundesland
| Bundesland | Kirchensteuersatz | Beispiel: Einkommensteuer 5.000 EUR/Jahr |
|---|---|---|
| Bayern | 8 % | 400 EUR Kirchensteuer |
| Baden-Württemberg | 8 % | 400 EUR Kirchensteuer |
| Berlin | 9 % | 450 EUR Kirchensteuer |
| Hamburg | 9 % | 450 EUR Kirchensteuer |
| NRW | 9 % | 450 EUR Kirchensteuer |
| Sachsen | 9 % | 450 EUR Kirchensteuer |
| Alle anderen Länder | 9 % | 450 EUR Kirchensteuer |
Lesezeit: ca. 5 Minuten
Kirchensteuer auf Kapitalerträge: Sonderfall Abgeltungsteuer
Auch auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, ETF-Gewinne) fällt Kirchensteuer an. Da die Abgeltungsteuer pauschal 25 % beträgt, können Banken und Broker die Kirchensteuer automatisch einbehalten, wenn der Kirchensteuersatz beim Bundeszentralamt für Steuern hinterlegt ist. Alternativ: kein Abzug, dann Erklärungspflicht in Anlage KAP. Die Kirchensteuer auf Kapitalerträge mindert leicht die Abgeltungsteuer selbst (komplizierte Gegenrechnung).
Kirchensteuer als Sonderausgabe abziehen
Gezahlte Kirchensteuer ist als Sonderausgabe vollständig von der Einkommensteuer absetzbar. Das senkt das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerbelastung. Wer 500 EUR Kirchensteuer zahlt und einen Grenzsteuersatz von 30 % hat, spart etwa 150 EUR Einkommensteuer zurück. Der Nettoeffekt der Kirchensteuer ist damit geringer als der Bruttobetrag.
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Kirchenaustritt: Kosten, Ort und Wirkung
Der Kirchenaustritt erfolgt beim Standesamt oder Amtsgericht des Wohnsitzes — je nach Bundesland. Kosten: zwischen 0 EUR (Schleswig-Holstein) und 30 EUR (einige Gemeinden). Nach dem Austritt entfällt die Kirchensteuerpflicht ab dem nächsten Monat. Wichtig: Der Kirchenaustritt hat keine steuerliche Rückwirkung und betrifft nur die staatliche Erfassung, nicht kirchenrechtliche Mitgliedschaft.

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Zinsen verstehen: So funktioniert der Zinsmarkt
Der Leitzins der EZB ist der wichtigste Hebel für Spar- und Kreditzinsen in Deutschland. Steigt der Leitzins, werden Kredite teurer und Sparzinsen besser. Fällt er, sinken Kreditkosten – aber auch Tagesgeld und Festgeld rentieren weniger. Der Transmissionskanal vom EZB-Entscheid zum Kundenprodukt dauert meist 1–3 Monate.
Bei Baufinanzierungen ist nicht der EZB-Leitzins direkt maßgeblich, sondern die 10-jährigen Bundesanleihen. Diese bilden den Referenzrahmen für Hypothekenzinsen. Wenn die Inflation sinkt und die Wirtschaft schwächelt, fallen Anleihezinsen – und damit auch Bauzinsen.
So vergleichen Sie Zinsen richtig
Beim Vergleich von Spar- und Kreditangeboten ist der effektive Jahreszins entscheidend, nicht der Nominalzins. Der Effektivzins berücksichtigt alle Kosten und Gebühren. Bei Tagesgeld und Festgeld gibt es keine Gebühren – hier entsprechen Nominal- und Effektivzins einander.
Wichtig: Neukunden-Aktionszinsen bei Tagesgeld laufen oft nur 3–6 Monate. Danach gilt der deutlich niedrigere Bestandskundenzins. Wer maximale Rendite will, muss bereit sein, regelmäßig den Anbieter zu wechseln. Alternativ bieten Festgeldleiter (mehrere Festgelder gestaffelt) Flexibilität bei gleichzeitig hoher Rendite.
Zinseszins: Der stärkste Effekt im Finanzbereich
Der Zinseszins-Effekt entfaltet seine volle Kraft über lange Zeiträume. Wer jeden Monat 200 EUR bei 3 % Festgeldrendite anlegt, hat nach 10 Jahren 27.955 EUR – davon 3.955 EUR reine Zinsen. Bei ETFs (angenommene 7 % p.a.) wären es 34.606 EUR – 10.606 EUR Rendite auf dieselben Einzahlungen. Der Unterschied wächst mit der Zeit exponentiell.
Weiterführende Informationen: Bundesministerium der Finanzen

